SS „JOHN REHDER“ und SS „VERA“

In den 50er Jahren war der Emder Hafen ein Umschlagplatz für Grubenholz. Das Holz wurde aus Skandinavien angeliefert und an der alten Brikettfabrik, die lag zwischen den Nordseewerken (nördlich) und dem Marinekai (südlich), abgeladen. Der Weitertransport ins Ruhrgebiet geschah mit dem Binnenschiff oder per LKW. Der Seetransport aus Skandinavien wurde von Kümos übernommen. Diesen Schiffstyp gab es europaweit tausendfach. Es waren Schiffe von ca. 300 t bis 1200 t Ladefähigkeit, die sehr oft von den Eignern selbst gefahren wurden. Diese stammten zu einer großen Zahl aus dem alten Land und auch aus dem Emsland, aus Haren. Dort sind auch heute noch viele Reeder ansässig, aber die Schiffe, die von ihnen betrieben werden, gehören in eine andere Kategorie. Die Kümos von früher sieht man heute in europäischen Gewässern nur noch vereinzelt als vielbestaunte Exoten.

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SS „JOHN REHDER“ und SS „VERA“ löschen Props an der alten Brikettfabrik in Emden

Frachtdampfer „SASSNITZ“ / „JOHN REHDER“
QLGD / DCRN – 667 BRT / 870 tdw – 55,32 x 9,06 x 3,60 / 4,22 m – Eine Dreifach Expansionsmaschine mit 500 PSi, gebaut von der Werft im Betrieb Osterholz, 9,5 kn.
November 1920 Stapellauf. Im Dezember 1920 von J. Frerichs & Co AG, Einswarden mit der Baunummer 356 als „IVO“ an die Hamburg – Bremer Afrika Linie AG, Bremen. 12.12. / 17.12. 1921 an H.P. Vith, Flensburg. 23.01. 1922 umbenannt in „ANDREA VITH“. 25.03.1924 an die Stettiner Dampfer Co. AG, Stettin. Im März 1924 umbenannt in „SASSNITZ“. 21.12.1925 an Carsten Rehder, Altona. 07.07.1927 umbenannt in „JOHN REHDER“. 18.10.1937 Hamburg Altona wurde neuer Heimathafen. 15.02. 1940 an die Kriegsmarine als Hilfs-, Bergungs- und Wohnschiff „POLYP“. 17.07.1940 an diese verkauft. Nach Kriegsende durch Großbritannien beschlagnahmt, jedoch an Rehder zurückgegeben. 10.03.1949 wieder „JOHN REHDER“ für Carsten Rehder. 18.2.1955 an Walther Ritscher, Hamburg, zum Abbruch.

Die abgebildete SS „JOHN REHDER“ sah in früheren Jahren etwas anders aus. Sie hatte noch einen geraden Steven. Das folgende Foto zeigt das Schiff in norwegischen Gewässern irgendwann zwischen August 1935 und November 1936 . Da fuhr nämlich der Vater von Peter Nauschütt als  Leichtmatrose und als Matrose auf der „JOHN REHDER“. In dieser Zeit wurde auch der Heimathafen geändert. Das og. Datum stimmt also nicht

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SS „JOHN REHDER“ irgendwann zwischen 1935 und 1936 noch mit geradem Steven

Der Leichtmatrose Jacobus Nauschütt lehnt hinten an der Kranstütze.

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Besatzung der SS „JOHN REHDER“ mit Heimathafen Altona

 

Frachtdampfer „VERA“
DOMB / DJBX – 833 BRT / 925 tdw – 54,07 x 8,51 x 4,14 m – eine Dreifach – Expansionsmaschine mit 455 PSi, gebaut von Mac Coll & Pollock, Sunderland, 8,5 kn.
Im November 1897 von R. Craggs & Sons, Middelsbrough mit der Baunummer 141 als „SUOMI“ an die Flensburg – Stettiner Dampfschifffahhrts – Gesellschaft, Flensburg, abgeliefert. 16.04.1903 an die Dampfschifffahrts – Gesellschaft „Neptun“, Bremen, umbenannt in „ASTARTE“. 16.11.1923 an die Treuhandverwaltung für das Deutsch – Niederländische Finanzabkommen GmbH. 24.11..1925 zurück an die DG „Neptun“. 15.04.1940 an Werner Peters, Hamburg, umbenannt in „VALDA“. 30.04.1945 Heimathafen Flensburg. Am 07.05.1945 befand sich das Schiff in Flensburg. Im Mai 1951 an Jürgen Grabow, Hamburg / Flensburg, KR John C. Helmsing in Hamburg. 30.07. 1951 umbenannt in „VERA“. Im Oktober 1952 zum Abbruch in Hamburg verkauft.

 

 

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Diese Bild wurde uns von Michael Skoruppa zur Verfügung gestellt

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