Die Rettungstat von „Ottje“ Schmitz

Dankschreiben der Reederei Nübel an den Kochsmaaten Johannes Schmitz

Die Rettungstat

Im  Herbst 1952 lag die „ELIZA NÜBEL“ in Almeria / Spanien zum Erz laden. Die Erzpier war damals eine zur See hin offene Pier. Die Schiffe machte mit Reckern fest, um den sehr oft auftretenden Schwell auszugleichen. Bei schlechtem Wetter konnte es passieren, dass die Schiffe auslaufen mussten, weil der Schwell zu stark wurde und Gefahr für das Schiff bestand. Als Landverbindung wurde eine Leiter ausgebracht, das Ausbringen der normalen Gangway war nicht möglich. Kapitän Eul wollte über diese Leiter, begleitet vom Salonsteward an Land. Es war Vorschrift, dass sich immer nur eine Person auf der Leiter befinden durfte. Kapitän Eul ging als Erster auf die Leiter. Bedingt durch den Schwell machte das Schiff heftige Bewegungen an der Pier. Als Folge daraus klappte die Leiter um und der Kapitän hing umgekehrt an der Leiter. Er konnte sich nicht mehr halten und fiel ins Wasser. Der Steward, der an Deck stand und die ganze Situation beobachtet hatte, warf dem Kapitän einen Rettungsring zu und schrie Alarm. „Ottje“ Schmitz, der in seiner Kombüse arbeitete, hörte dieses und stürzte an Deck. Er sah den Kapitän im Bach um sein Leben strampeln, denn dieser konnte nicht schwimmen. Der nachgeworfenen Rettungsring war auch nicht in seiner Reichweite. „Ottje“, der ein guter Schwimmer war, zögerte nicht lange und sprang seinem Kapitän hinterher. Mit ein paar kräftigen Schwimmstößen erreichte er zuerst den Rettungsring und dann den Kapitän. Der Kapitän hielt sich am Rettungsring fest und „Ottje“ zog ihn daran zu einer Rettungsleiter, die von der Pier zum Wasser hinab reichte. Er half dem Kapitän sich über diese Leiter in Sicherheit zu bringen. Man kann diese Tat mit Fug und Recht als Lebensrettung bezeichnen. Kapitän Eul sah das genauso und erstattete seiner Reederei entsprechend Bericht. Diese liess sich nicht lumpen und bedankte sich mit einem Anerkennungschreiben und einem Geldgeschenk bei unserem Helden. Der Dank von Kapitän Eul war ihm noch lange Zeit gewiss.

 

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