Museum

Das Museum der „Freunde der Seefahrt“ besteht seit 2004.  Es wurde gegründet von dem Koch Ernst Richter und dem Matrosen Uwe Heins. Die beiden hatten zunächst nur die Idee, einen Treffpunkt für Seeleute zu gründen. Es sollte ein Ort sein, an dem sich Seeleute, die in Urlaub sind, ehemalige Seeleute – die es ja eigentlich gar nicht gibt -, und Leute die der Seefahrt nahe stehen sich treffen konnten. Zu diesem Zweck mieteten die Beiden eine Räumlichkeit in einem Hinterhof an

0003der Großen Straße in Emden an. Schon bald sprach sich dieser Treffpunkt herum. Viele Seeleute schauten herein und tauschten Erinnerungen aus oder berichteten über das aktuelle Geschehen. Es kamen auch aktive Seeleute. Man traf sich regelmäßig und der Hinterhof wurde  eine feste Adresse. Es sammelten sich auch Mitbringsel der Seeleute an, für die die Kollegen zu Hause keine Verwendung mehr hatten. Das waren in erster Linie Bilder, später kam immer mehr hinzu. Schiffsmodelle, Seefahrtsbücher,  Äquator-Taufscheine, Bücher in großer Zahl wurden abgegeben und auch ausgestellt. Das führte dazu, dass die kleine Hinterhofadresse schon bald aus allen Nähten platzte und man sich auf die Suche nach einem neuen Domizil machen musste. In der Emsstrasse wurde man fündig. Der ehemalige Sportshop von Robert Scray wurde zur neuen Heimatadresse der „Freunde der Seefahrt“. Inzwischen war auch die Öffentlichkeit auf die „Freunde der Seefahrt “ aufmerksam geworden und sie wurden in die Gemeinschaft der Emder maritimen Museen aufgenommen. Es bestand die Notwendigkeit, sich besser zu organisieren und so entstand 2006 der Museumsverein „Freunde der Seefahrt e. V.“. Der Verein wurde ins Vereinsregister eingetragen

0013und hatte zu Gründerzeiten ca. 20 Mitglieder. Die regelmäßigen Treffen wurden als fester Bestandteil des Vereinslebens beibehalten und der Fundus des Museums wuchs und wuchs. Man ging mit der Zeit, und ein Mitglied erklärte sich bereit, eine Web- Seite für das Internet einzurichten. Inzwischen ist das Museum zum zweiten Mal umgezogen und hat eine neue Bleibe in einer ehemaligen Gasstätte gegenüber dem vorherigen Museum gefunden. Man fand in dem Emder Kaufmann Ebel einen Vermieter mit einer Ader zur Seefahrt, was für den Museumsverein ein Segen war. Herr Ebel zeigte sich für alle Belange des Vereins offen und unterstützte die „Freunde der Seefahrt“ nach bestem Können und Vermögen. So waren die Mitglieder in der Lage, die neuen Räumlichkeiten nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

 

Ein Blick in die neuen Räumlichkeiten

Großzügige Räume, mit  Platz für viele Ausstellungsstücke, so zeigt sich das neue Museum der „Freunde der Seefahrt“.

Innenansicht vom Museum

Hier gibt es für die Besucher viel zu bestaunen: Bilder von Schiffen, viele schöne Schiffsmodelle, Knotentafeln und Buddelschiffe, Flaggen und alte Werkzeuge aus dem Schiffsbetrieb

Der Bücherbestand des Musems

Bücher von und über die Seefahrt Bilden einen großen Anteil vom Bestand des Museums der       „Freunde der Seefahrt“. Es wurde eine Ecke eingerichtet, wo interessierte Besucher sich zurückziehen und niederlassen können und nach Herzenslust schmökern können. Viele Besucher nutzen den großen Bestand an Fachliteratur auch, um Nachforschungen anzustellen. Sie werden hierbei auf Wunsch von dem Museumspersonal unterstützt. Oftmals geht es hierbei um Nachforschungen nach Schiffen, Werften, Ereignissen oder um die Klärung von Streitfragen, die ja immer wieder mal entstehen, weil die Erinnerung nicht mehr so mitmacht.

Mit Beschreibung

Es gibt viele tolle Bücher in unserem Museum

 

Ziele des Museumsvereins „Freunde der Seefahrt“

Ein jeder Verein wird gegründet zu einem Zweck, er hat ein Motto, hat Ziele. Die Ziele der „Freunde der Seefahrt“ lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Zeigen wie die Seefahrt früher war
  • Dieses anhand möglichst eindrucksvoller Austellungsstücke anschaulich machen.
  • Das Leben an Bord sowohl im Museum als auch auf der Internet-Seite darzustellen
  • Möglichst viele Bereiche des Bordlebens dabei zu betrachten
  • Den ehemaligen Seeleuten einen Treffpunkt zu bieten wo ein Austausch möglich ist.
  • Stets für alle interessierten Besucher ein offenes Ohr zu haben
  • Die Gemeinschaft der maritimen Museen in Emden und Umgebung zu unterstützen

Das Alles erfordert sehr viel Engagement der Mitglieder. Man ist erstaunt darüber wie dieses möglich ist, und wie oft die tollsten Dinge zustande kommen. Wir sind guten Mutes, dass dieses Bestand haben und auch ausbaufähig sein wird.

Wir laden jeden Besucher herzlich  ein, uns in unserem Museum zu besuchen und einzutauchen in ein Stück lebendige Seefahrtsgeschichte.

Das neue Museum

Eine große Anzahl an Helfern, Neugierigen und Offiziellen finden sich am Tag der Eröffnung des neuen Museums ein. Ein halbes Jahr harter Arbeit mit vielen freiwilligen Helfern hat Beachtliches hervorgebracht

Der Alltag kehrt ein

Die Eröffnungsfeier mit der Einweihung des Museums durch eine Abordnung des Rates der Stadt Emden war die Krönung für die Bemühungen der letzten Monate. Danach ging es weiter, am  Museum wurde ständig weiter gearbeitet. Es gab und gibt immer etwas zu tun. Standig sind der Museumswart und seine Helfer dabei, die Anordnungen im Museum neu zu überdenken. Gehört das Bild wirklich dorthin, steht jenes Modell an dieser Stelle richtig, sollen wir diese Bücher übernehmen? Jeden Tag gibt es neue Dinge zu überdenken.

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Es wird nie fertig

Oftmals kommen Leute mit Bildern, Modellen, Urkunden und anderen maritimen Gegenständen, die sie bei ihren verstorbenen Verwandten gefunden haben oder die  von Flohmärkten stammen. Manchesmal sind wirkliche Schätzchen dabei. Alles wird entgegengenommen und bekommt einen Platz im Museum. Einiges musste schon ausgelagert werden, es fand seinen Platz in einer ehemaligen Schlachterei auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort lagern jetzt Stücke, für die noch kein Konzept entwickelt wurde. Auch hier gehen die Meinungen sehr oft auseinander. Es sind sehr schöne Stücke dabei, die der Öffentlichkeit unbedingt präsentiert werden sollten. Auch das wird eine der Aufgaben der nächsten Wochen werden.

Ein großes Problem, die Archivierung

Wie viele Museen, so hat auch das unsere mit einem großen Problem zu kämpfen: Der Archivierung der Bestände.

Ein Museum braucht ein gut organisiertes Archiv.  Dazu müssen Inventarlisten angelegt werden, die einem Standard entsprechen.Diese Standards sind festgelegt und können praktisch für alle Museen angewandt werden

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Die Voraussestzungen sind geschaffen, es kann also losgehen. Es ging auch los, doch schon bald traten die ersten Fragen auf. Woher kommt dieses Stück? Ist es eine Spende, ein Geschenk, eine Leihgabe oder vielelicht eine Dauerleihgabe. Wer hat Anrechte darauf? Antworten auf diese Fragen sind für jedes Archiv ein unbedingtes Muss, um bei eventuell späteren Streitfällen gut gerüstet zu sein.

Es wird die Hauptaufgabe unserer Museumsbesatzung sein, ein gutes Archiv, mit dem wir alle arbeiten können, bereitzustellen. Die besondere Problematik liegt darin, Personal für die Archvierung zu bekommen.  Einmal Personal für die praktische Arbeit, also die Erfassung, die Dokumentation und die Inventarisierung und einmal Personal mit den nötigen Hintergrundwissen über jedes einzelne Teil, welches sich im Laufe der Jahre angefunden hat.

Bei aller Arbeit- Pausen gehören dazu. Dann geniessen die aktiven Mitglieder des Vereins den, von Ernst Richter oder Hans Georg Laser zubereiteten Tee. Dabei werden die haarstreubensten Geschichten erzählt, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden darf. Wenn die Runde dann auseinandergeht, bleibt so mancher Euro im Teller auf dem Tisch liegen. 0092Das ist ein nicht unerheblicher Anteil an den Einkommen, die zur Finanzierung des Museums beitragen. Ein immer wieder anstehendes Problem ist und bleibt die Geldbeschaffung für den laufenden Betrieb des Museums, der im Wesentlichen durch Spenden aufgebracht werden muss.

 

Aktuelle Inhalte

MS „HENDRIK FISSER“

Diese Schlechtwetter – Fotos wurden uns vom Elektriker der „HENDRIK FISSER“ Reinhard Metzger  zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen entstanden während seiner Fahrzeit in den Jahren 1963 – 1964. Das Schiff war in weltweiter Trampfahrt im Einsatz. Ein ausführlicher Bildbericht ist … [weiterlesen]

Reinhard Metzger auf der „HENDRIK FISSER“

An dieser Stelle ist ein Beitrag von Reinhard Metzger eingefügt, den er in mühevoller Arbeit selbst erstellt hat. Wir möchten diesen Beitrag nicht auseinanderpflücken und präsentieren ihn deshalb so, wie er uns vom Kollegen Reinhard Metzger übersandt wurde. Viel Spass … [weiterlesen]

Joachim Kemsa, vom Assi bis zum Chief bei Fritzen

Das ist Joachim Kemsa, Jahrgang 1946, als Ing.-Assistent auf der TS „ANNE KATRIN FRITZEN“. Herr Kemsa stellte uns eine ganze Reihe von Bildern zur Verfügung, die wir in diesem Beitrag veröffentlichen werden. Herr Kemsa verbrachte den größten Teil seiner Fahrzeit … [weiterlesen]

Das Kohlessen der „Freunde der Seefahrt“ fand unter großer Beteiligung statt und kann als sehr erfolgreich betrachtet werden.

Das nächste Ereignis ist geplant und soll am 26. April stattfinden: ein Besuch der Batavia-Werft in Lelystad / Holland. Hier bauen die Holländer originalgetreue Ostindien – Fahrer bis ins Detail nach. Ein sehr lohnenswertes Reiseziel. Es wird ein Bus gechartert, die Teilnehmerzahl ist auf 45 begrenzt. Der Bus fährt am 26.04. 2017 um 08:00 vom ZOB ab. Die Fahrkosten betragen 15 € / Person. Der Eintritt in das Museum kostet für Besucher mit einem Alter unter 65 Jahre 11 €, Besucher die älter als 65 sind zahlen nur 9 €, also => Ausweis nicht vergessen. Diese Kosten sind nicht im Fahrpreis enthalten. Im Bus wird es kostenlos zu Trinken geben. Mitfahren können Mitglieder, Gäste und Freunde der „Freunde“. Der Anmeldeschluss ist entweder der 18. April oder bei Erreichen der max. Teilnehmerzahl. Anmeldungen sind im Museum möglich. Der Fahrpreis ist bei Anmeldung zu entrichten.

 

Eindrücke von der Batavia – Werft

 © Alle Bilder Bernd Parré

 

 

 

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