SS „KONSUL CARL FISSER“

Dieses Modell wurde uns von der Reederei Fisser & van Doornum leihweise zur Verfügung gestellt. Es fristete jahrelang im Emder „Club zum guten Endzweck“ sein Dasein und war ziemlich verstaubt, als die Brüder Joachim und Harry Michielsen – zwei Familienmitglieder der Reederei Fisser & van Doornum –  damit im Museum der „Freunde der Seefahrt“ an einem Samstag auftauchten. Der 2. Vorsitzenden Manfred Uphoff wusste gar nicht was ihm geschah als die beiden ihn fragten, ob er das Modell „haben wollte“.  So etwas passiert wirklich nicht alle Tage und die Familie Michielsen hat uns eine große Freude bereitet.

Von der  SS „KONSUL CARL FISSER“ ist folgendes bekannt: RVFC / DGKC, 5870 BRT / 9000 tdw, 128,53 x 17,13 x 9,03 / 9,90 m, 1 Dreifach – Expansionsmaschine mit 2700 PSi, 9,0 kn.

14.03. 1914 Stapellauf. 27.04.1914 von der AG „Weser“, Bremen mit der Baunummer 198 als „WESTMARK“ an die HAPAG, Hamburg, abgliefert und am 28.04.1914 registriert. Im August 1914 in Sabang interniert. Am 29.10.1918 an die Koninklijke Rotterdamsche Lloyd, Rotterdam, Mgrs. Willem Ruys & Zonen, umbenannt in „JAKARTA“. 1935 an Tramp Shipping Development Co. Ltd. in London. 1936 an Rethymnis & Kulukundis Ltd. in London. 15.03.1936 über Reunert & Co. an Hendrik Fisser AG, Emden, für diese am 27.08.1936 in Emden registriert. 05.09.1936 umbenannt in „KONSUL CARL FISSER“. 31.12.1938 KR Fisser & van Doornum. Am 07.06.1941 wurde der Dampfer auf der Reise von Hamburg nach Rotterdam von einer Bombe im Maschinenraum getroffen. Es gelang, den Dampfer mit vollgelaufenen Maschinenraum nach Rotterdam einzuschleppen., der Schaden wurde auf 105.581,72 RM beziffert. Am 03.05.1942 bei Aalesund durch zwei Lufttorpedotrffer der 608 Squadron des RAF Coastal Command gesunken. Im 2. Quartal 1953 begann die Bergung durch Taranger Bergnings Kompagnie, die später aufgegeben wurde. Am 30.09.1957 wurde die Bergung durch eine polnische Firma erneut aufgenommen. Nachdem die Hebetrossen gerissen und das Wrack ins tiefere Wasser abgerutscht war, wurde der Bergungsversuch aufgegeben.

© Peter Nauschütt

Reaktion aus Norwegen

Am 16.02.2016 bekamen wir eine Mail aus Norwegen. Ein norwegischer Kollege berichtete, dass er die „KONSUL CARL FISSER“ schon des Öfteren besucht hatte – als Wracktaucher. Die Glocke des Schiffes hängt heute in einem kleinen  Museum, welches er gemeinsam mit seinem Vater betreibt.

Beigefügt die Mail und ein Bild von der Glocke

Morten Stridh Hareidsvegen 533 6060 Hareid
Freunde der Seefahrt – Regarding Fisser
Hello. I really like your modell of Konsul Carl Fisser. I have dived Fisser since1985 and have had apr 200 dives on the wreck. It is interesting to see the model and recognize all the details. The wreck is on the seabed on her kiel with a minimum depth of 18 meters and max 55. She is in good condition yet, but I think she will fall apart some time soon. She is one of the most visited wrecks in this area, close to Ålesund. Within a distance of ten minutes from Fisser is also „Bacelona“, „Rimage“, „Fidelitias“ and „Iris“ All of them cargoships art apr 100m long. My father found Fissers bell in 1986, it is now in our museum. I have a small shipwreck museum in my barn. In my museum I also have a lot of items from German civil ships and Kriegsmarine mostly from WW2. I will enclose a pickture of the bell.
yours
Morten

fisserklokka

Die Glocke der „KONSUL CARL FISSER“ hängt in einem norwegischen Wrack-Museum

© Morten Stridh

 

Aufgrund der aktuellen Lage

bleibt das Schifffahrtsmuseum

bis zum 15. April 2020

geschlossen.

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