MS „DUKEGAT“

DHJX, 4289 BRT, 7840 tdw, 116,29 x 16,37 x 8,38/10,97 m, 2x B&W – Viertakt – Sechszylinder – Motoren mit zusammen 4000 PSe, 10,5 kn. Ab 1960 2 x MAN  G 10 V 40 / 60 mit zusammen 4200 PSe bei 275 / 138 1/min.. 20.04. 1929 Stapellauf. 10.07.1929 mit Baunummer 558 als „SOMERVILLE“ von Burmeister & Wain, Kopenhagen, abgeliefert an die norwegische Reederei Klaeveness, Oslo: Im zweiten Weltkrieg unter alliierter Kontrolle: 1950 an Hapag als „SACHSENWALD“. Im März 1953 an S&B als „URSULA SCHULTE“. 1966 umbenannt in „DUKEGAT“. 1969 in Bremen registriert. 1969 an die Dubai National Shipping Co. Dubai, umbenannt in „MOHAMMED ABBAS“. Seit 1976 nur noch als Lagerschiff verwendet. Sie soll auch noch unter dem Namen „SHAHEEN“ registriert gewesen sein. Das Vereinsmitglied Rainer Wagner, der auf der letzten Reise unter S&B – Flagge an Bord war, berichtet, dass das Schiff als Sperre versenkt wurde. Andere wiederum behaupten, sie liege als künstliches Riff im Roten Meer.

MS „DUKEGAT“ in Osaka / Japan zum Laden 1967

© Johann Behrends 1967

Ein Oldtimer war sie 1967 schon, aber ein schönes Schiff war sie allemal.

Ein Engländer schrieb, als er dieses Bild sah: „What a beautfull Ass“ !

© Johann Behrends 1967

 Die „DUKEGAT“ ist ein Schiff mit einer bemerkenswerten Geschichte:

Gebaut wurde sie als „SOMERVILLE“ bei Burmeister und Wain in Kopenhagen im Jahre 1929 für die norwegische Reederei Klaeveness. Sie fuhr lange Jahre für diese Reederei in weltweiter Trampfahrt, was damals wohl auch für Schiffe dieser Art üblich war. Während des zweiten Weltkrieges stand die „SOMERVILLE“ unter alliiertem Management und absolvierte weltweite Reisen im Konvoi und auch als Einzelfahrer.  In den Jahren 1953-1955 war sie als „SACHSENWALD“  für Hapag unterwegs. 1955 wechselte sie als „URSULA SCHULTE“ unter S&B – Flagge. Sie fuhr  bis 1960 mit den alten Burmeister & Wain Maschinen, zwei an der Zahl – die alte Ursula war ein Zwei-Schrauben-Schiff – und transportierte  Erz, Koks und Kohle durch die Nord- und Ostsee. Dann folgte ein längerer Werftaufenthalt bei S&B und am Ende fuhr die alte „URSULA“ mit zwei neuen MAN-Viertaktern über die Meere. Im Jahre 1965 musste sie ihren Namen für den neuen 84000 t – Bulker hergeben und fuhr fortan als „DUKEGAT“. Die „DUKEGAT“ erlebte 1966 noch einmal einen neuen Frühling, als sie mit einer Ladung Schrott von Lübeck nach Formosa auf die Reise geschickt wurde. Jan Behrends, der diese Reise als 2. Ing. mitmachte, war der Meinung, dass diese und die darauf folgenden Reisen, das schönste waren, was er in seiner Seefahrtszeit erlebt hatte. Für die „DUKEGAT““ war das nichts neues, sie hatte als „SOMERVILLE“ schon die ganze Welt gesehen.

CVA 447 - 8224.1  MS Somerville  22.09. 1947

Die „SOMERVILLE“ in Vancouver am 12.09.1947

 © City of Vancouver Archives CVA 447- 8224.1 Fotograf Walter E.Frost

2153422

Die „DUKEGAT“ beim Ansteuern von Kapstadt während ihrer letzten Monate unter S&B – Flagge 1969

© Collection René Beauchamp (Montreal, Canada) Foto by the late Leonard Freemann

Somerville 2

Stapellauf der „SOMERVILLE“ 20.04.1929 bei B&W in Kopenhagen

© Historical Departement MAN B&W Diesel Kopenhagen

Somerville 3

Stapellaufgäste MS „SOMERVILLE“ B&W Kopenhagen

© Historical Departement MAN B&W Diesel Kopenhagen

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