MS „REIMAR EDZARD FRITZEN“

DCVS – 6171 BRT 7 10020 tdw – 136,00 x 17,67 x 7,57 / 8,66 1,96 m – 1 MAN – Zweitakt -Sechszylinder-Motor mit 4000 PSe, 12,5 kn. 17.05 1951 Stapellauf. 17.10 1951 von den Nordseewerke Emden AG, Emden mit der Baunummer 244 an Ocean Reederei GmbH, Emden, KR Johs. Fritzen & Sohn, Emden als „REIMAR EDZARD FRITZEN“ abgeliefert. Im November 1951 auf den KR übertragen. Im Mai 1963 KR Fritzen Schifffahrtsagentur & Bereederungs GmbH. 31.12 1963 übergeben an Angel Michael Cia. Maritima SA, Piräus (Grc) , umbennant in „ARCHON MICHAEL“. Am 01.05.175 auf der Reise von Vizakhapatnam nach Szezecin mit 10539 t Manganerz in Position 54.44,30 N / 10.39,30 O bei Nakskov auf Grund gelaufen. Am 05.05. 1975 geborgen, zunächst nach Nakskov und dann weiter zum Löschen nach Lübeck gebracht, anschließend gedockt. Die Besichtigung ergab, dass der Schiffsboden über die ganze Länge aufgerissen war. Das Schiff wurde zum Totalverlust erklärt. Am 25.06. 1975 an Hamburg zum Abbruch, der dort am 04.08.1975 bei Eisen & Metall begann.

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MS „REIMAR EDZARD FRITZEN“ einlaufend in den River Tyne im Juni 1962

© Malcolm Donelly

Es soll Koks geladen werden.  Weil Koks bekanntlich eine sehr leichte Ladung ist, die als Deckslast gefahren wird, werden dafür „Ställe“ an Deck gebaut. Eine Riesenschweinerei, überall feinster Kohlenstaub. Nicht zu vergessen die Turnerei über die Deckslast von achtern nach mittschiffs und von dort auf die Back. Betroffene werden sich erinnern.

 

Am 23.06.2015 schrieb der ehemalige „Fritzen Fahrer“ Rudolf Gerresheim in unseren Postkasten

Guten Tag,

durch Zufall habe ich Eure web-side gefunden, an sich auf der Suche nach Beiträgen zu ‚Johannes Fritzen‘.

An den Koks-Stall auf „Reimar-Edzard“ erinnere ich mich sehr wohl. Als Moses/Jungmann musste ich ihn bei Ankunft in Emden nach meiner Anfangszeit auf ‚Harvey S. Mudd‘  nämlich sofort ‚flicken‘. Zum Glück war zu der Zeit ein äußerst verständnisvoller und guter Bootsmann an Bord, der meine anfängliche Unbeholfenheit auf dem speziellen Gebiet nicht grossartig bemeckerte, sondern  mir geduldig zeigte wie man so etwas richtig macht, was dann auch ’saß‘.

Wie glücklich waren wir, als wir den ‚Koks-Stall‘ mitten auf See abbauen konnten. Wie unglücklich aber auch, als wir kurz danach hörten, dass aufgrund eines Unglückes auf ‚Carl Fritzen‘ genau dieser ‚Koks-Stall‘ in einer Nacht-Aktion mit ‚alle Mann‘ inklusive Kapitän ganz schnell wieder aufgebaut werden musste.

Gruß

Rudolf Gerresheim

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Diese Fotografie wurde uns von einem Besucher zur Verfügung gestellt.

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