Klaus Böcker auf der TS „SAN JUAN MERCHANT“

Die TS „SAN JUAN MERCHANT“ war eines der Charterschiffe, das die Reederei Fritzen in der Massengutfahrt einsetzte. Die Reisen führten von Rotterdam nach Seven Islands in Kanada, wo Erz für Baltimore geladen wurde, zurück nach Seven Island und von Dort wieder mit Erz nach Rotterdam.Das „neue „ Fahrtgebiet sah etwas anders aus, Es wurde nach dem Auslaufen aus Rotterdam bekannt gegeben:

TS „SAN JUAN MERCHANT“ in Curacao zum Bunkern für den Pacific – Trip

Rotterdam – Curacao , hier wurde für die Pacific-Reise gebunkert – durch den Panama – Kanal, im Lake Gatun wurden einige Ballastwassertanks für San Juan / Peru mit Frischwasser gefüllt – hier Erz laden für Japan – dann nach Singapur – weiter nach Dumai / Sumatra – dort Erdöl laden für El Segundo / Kalifornien – anschließend wieder nach San Juan, Erz laden – und der Spass begann von vorne. Eine Rundreise dauerte etwa drei Monate.

TS „SAN JUAN MERCHANT“ in San Juan / Peru

TS „SAN JUAN MERCHANT“ läd Erz in San Juan / Peru für Japan.

Der Sport kam nicht zu kurz. Es gab ein ziemliches Gedrängel am Swimming Pool

Schwimm – Olympiade auf der „SAN JUAN MERCHANT“

TS „SAN JUAN MERCHANT“ auf Reede in Tokio – Kaiwan

Die Öl – Reisen mussten vorbereitet werden, dazu gehörte das Spülen der Ballastleitungen, die wohl gleichzeitig für das Ölladen benötigt wurden. Insider mögen hier aufklärend wirken.

Ab und zu gab es auch ein wenig schlechtes Wetter

Schlechtes Wetter im Pazifik

Am 13. Februar 1961 verlässt Klaus Böker die „SAN JUAN MERCHANT““

Der 13. Februar 1961, mein letzter Tag auf der TS „ SAN JUAN MERCHANT“. Auf dem Foto ganz links ist der damalige Bootsmann Willi Flaschenträger. Der Dritte von Links ist der Matrose Alfred Schoolmann aus Großheide. Beide machten anschließen noch zwei Rundreisen nach oben beschriebenen Muster mit. Ende 1962 / 63 wurden die deutschen Seeleute in Japan gegen Japaner ausgetauscht.

Klaus Böcker fuhr in den 60/61er Jahren als Matrose auf der SJM. Er hatte den Weg zum nautischen Offizier eingeschlagen, obwohl sein Vater, der als Chief bei Fritzen fuhr, es gerne anders gesehen hätte.

© alle Bilder sind von Kapitän Klaus Böcker

 

„Rudi“ Stomberg ist am 05.04. 2018 gestorben !

Rudi Stomberg + 05.06.2018

Rudi erkrankte im letzten Jahr an Krebs. Lange Zeit sah es so aus, als könne er die Krankheit besiegen, doch in den letzten Monaten wurde Rudi immer schwächer, bis er schließlich den Kampf doch noch verlor. Bis zuletzt war Rudi immer noch den „Freunden der Seefahrt“ verbunden und nahm – so gut er konnte – regen Anteil am Vereinleben. Mannfred Uphoff musste ihm bei seinen Besuchen stets Bericht erstatten. Rudi war bis zuletzt als Beisitzer im Vorstand des Museumsvereins tätig. Es kümmerte sich um die Verteilung der Vereinspost und, gemeinsam mit seiner Ehefrau Waltraud, um die Geburtstagsgrüße für die Mitglieder. Das besondere daran war, dass er dem Verein viel Geld einsparte, indem er die Post, die in Emden und Umgebung zuzustellen war, persönlich vorbeibrachte und zwar per pedes – also zu Fuß! Rudi hat dabei viele Kilometer zurückgelegt und war überall im Stadtgebiet Emdens zu sehen, wie er unermüdlich in Sachen „Freunde der Seefahrt“ unterwegs war. Er wird uns nicht nur deswegen fehlen!

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