Mit der „DUKEGAT“ in Shanghai 1967

Die folgende Bilderserie wurde von Jan Behrends 1967 in Shanghai fotografiert. Trotz Fotografierverbot ist er mit seinem Kollegen Anton Schaa mit umgehängter Kamera losgezogen und hat beeindruckende Bilder geschossen. Besonders im Vergleich mit der heutigen Zeit ist eine unwahrscheinliche Entwicklung zu registrieren. 

Auf dem Schanghai River Dukegat

Auf dem Huangpu – River. Eine steamgetriebene „DUKEGAT“-Schwester und eine Dschunke

© Johann Behrends

Die „Dukegat“ hatte in den 60er Jahren noch einige „Beinahe-Schwestern“. Vor allen Dingen in chinesischen Häfen sah man solche Schiffe noch häufiger. Dieses ist aber ein ganz besonderes Exemplar: unschwer zu erkennen – ein Steamer. Bemerkenswert sind die Plakate mit politischen Parolen, die mittschiffs außenbords hängen.

Auf dem Shanghai River  Dukegat 67

Die Dschunke wird gestaakt auf dem Huangpu – River

© Johann Behrends

Auf den chinesischen Gewässern wurden sehr viele Güter mit Dschunken bewegt. Diese Dschunken hatten meistens keinen Hilfsmotor. Sie hatten, bei gutem Wind, ihre Segel oder mussten, bei Flaute oder Windschatten, mittels langer Ruder oder Stangen fortbewegt werden. Auf diesem Bild ist die Besatzung redlich bemüht, ihr Fahrzeug aus dem Weg zu manöverieren, denn im Hintergrund nähert sich schon die „beinahe Schwester“ der Dukegat

Schanghai 8 Die stündliche Lobpreisung an der Pier

Auf der Pier fanden die regelmäßigen Indoktrinierungen statt

© Johann Behrends 

 

Mit Versammlungen, auf denen die Menschen, so wie hier die Hafenarbeiter in Shanghai, einer politschen Gehirnwäsche unterzogen wurden, versuchte das chinesische System, unter der Leitung Mao Tse Tung, die Kontrolle über das riesige Volk zu erlangen. Dabei wurden die Worte des großen Vorsitzenden, die in der roten Mao-Bibel auszugsweise gesammelt waren, gebetmühlenartig vorgetragen. Jeder Chinese musste immer eine Mao-Bibel bei sich tragen, in der bei jeder Gelegenheit gelesen, und die Texte auswendig gelernt wurden.

Schanghai 4 Anton und Mao

Schanghai ,Anton und Mao

© Johann Behrends

Schanghai 7

Landgang in Shanghai Auf dem „French Bund“

© Johann Behrends

Schanghai 2

Landgang in Shanghai. Auf dem „French Bund“

© Johann Behrends

Schanghai 5  Der Schah von Rhaudermoor

Landgang in Shanghai. Auf dem „French Bund“

© Johann Behrends

Ein beeindruckendes Bild: Staunende Kinder und Jugendliche umringen Anton Schaa, und gucken neugierig und erwartungsvoll in die Kamera. Beim Betrachten der Shanghai-Bilder von Jan Behrends wird klar: ein System welches sich so abgrenzt, kann nicht von Dauer sein. Es hat zwar lange gedauert, aber die Erfahrung zeigt, dass das so ist.

Schanghai 3 mit Anton Schaa

Landgang in Shanghai

© Johann Behrends

Schanghai 6  Dem Schah wird gehuldigt

Landgang in Shanghai

© Johann Behrends

Verrückte Bilder. Eine Millionenstadt, man sah jedoch kaum oder gar keine PKW´s auf den Strassen, und die Leute laufen zusammen, und bestaunen einen Europäer, wie einen Ausserirdischen. Na ja, diese trauen sich schon etwas dichter ran. Vor allen die Kinder scheinen so etwas ja noch nie gesehen zu haben. Was die sich wohl erzählt haben?

Schanghai 1

Landgang in Shanghai

© Johann Behrends

Das kleine maritime Museum ist vom 01. Oktober – 30. April am Do + Fr + Sa von 10:00 bis 13:00 Uhr für Sie da.

 

 

Die Große Seeschleuse ist voll am Morgen des 28.03.1956 als die DES „ELISABETH SCHULTE“ zur Gästefahrt ausläuft. Mit Ihr liegen der Lotsendampfer „EMDEN“, das Feuerschiff „BORKUMRIFF,“ der Tonnenleger „FRIESLAND“, ein Wessels-Schlepper und die MS „FALKENTAL“ – ein Neubau der Nordseewerke, der sich ebenfalls auf Gästefahrt befindet – auslaufbereit in der Schleuse.

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