Rainer Wagner mit der „DUKEGAT“ in Indien

Eine beliebte Arbeit im Asiatischen Raum. Das eigene Foto und ein Bild vom Dampfer kombiniert. Man bekam es für ein paar Rupien in Indien. Der künstlerische Wert dieser Arbeit ist sicherlich nicht sehrhoch, aber es gab einem Menschen Arbeit und man hatte ein hübsches Souvenir.

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Die „DUKEGAT“ mit Rainer Wagner

Phosphat löschen in Bombay

Die Umstände, die Rainer Wagner beschreibt sind unvorstellbar: Die „DUKEGAT“ hatte ca. 6000 t Phosphat nach Bombay gebracht. Das Löschen geschah nur über Tag. Morgens tauchten ca. 300-350 (!!!!) Menschen an der Pier auf. Männlein und Weiblein. Die Frauen stiegen in die Luke und schaufelten das lose Phosphat in eine ausgebreitete Persenning die ca. 5m x 5m gross war. An den Ecken der Persenning waren Ketten eingeschäkelt, die dann in einen, mit Wasserdruck angetriebenen, Kran eingehängt wurden. Das Wasser wurde in einem Speicher gesammelt und sorgte für den Hub der Last. Wenn die angehängte Last zu schwer war, reichte der Wasserspeicher nicht aus, um die Last zu heben, sie blieb auf halber Höhe hängen und musste wieder abgelassen und verringert werden. Danach wurde der Vorgang wiederholt. Wenn das Phosphat an Land abgesetzt war, wurde es von Männern in Säcke geschaufelt auf LkW´s geladen und abtransportiert. Das Ganze wurde bei Regen unterbrochen, denn es war Regenzeit, wie man auf dem Bild deutlich sieht. Das Löschen dauerte ca. 6 Wochen – mit erheblichen Verlusten an Ladung durch Regen. Unvorstellbar.

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Hafenarbeiter beim Verladen von Phosphat in Bombay 1968. Auf diesem Bild sieht man ca. 45 Menschen, die damit beschäftigt sind, Phosphat auf einen LkW zu schaffen.

Sozialräume?

Die Arbeitsbedingungen im fernen Indien waren zur damaligen Zeit mit den unserigen  wohl nicht zu vergleichen. Diese Menschen deckten ihren Wasserbedarf von einem kleinen Hydranten an der Pier. Man stelle sich dazu noch die Arbeitsbedingungen vor, beachte die Kleidung dieser Leute (Thema Arbeitssicherheit) und vergleiche das Ganze mit den heutigen Standards in den großen Hafenstädten besonders in Europa.

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Trink- und Waschwasser für die Hafenarbeiter gab es an der Pier

Die Abwasserleitungen von Bombay

Rainer Wagner war mit dem Funker auf dem auf dem Weg nach Bombay-City um „Funkpapiere“ abzuholen. Auf dem Weg dorthin sahen sie am Wegesrand grosse Rohrleitungen liegen. Diese Rohre sollten die Abwasser der Stadt ins Meer leiten, so war es angedacht. Ihrem Zustand nach zu urteilen, liegen die Rohre schon eine ganze Weile dort. Als Rainer Wagner ein paar Monate später nochmal an dieser Stelle vorbeikam, lagen die Rohre immer noch dort, nur jetzt wohnten Menschen darin!!

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Die Abwasserleitungen von Bombay

Das „Taj Mahal“

Auf ihrer Fahrt kamen die beiden auch am Luxushotel „Taj Mahal“ vorbei, welches Jahre später im Fokus der Weltöffentlichkeit stand, weil dort pakistanische Terroristen mehrere Menschen umbrachten und über Tage die Polizei in Atem hielten.

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Das weltberühmte Luxushotel „Taj Mahal“

Shoe – Shine – Boy

Michael Bruch fand auch noch die Zeit, um sich von einem einheimischen Schuhputzer am Straßenrand in Windeseile für wenig Rupien die Schuhe auf Hochglanz polieren zu lassen.

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Der Funker Michael Bruch

 

Das Ehepaar Wagner

Auch die Liebe kam in Indien nicht zu kurz. Dieses Bild schickte Rainer Wagner aus Inden nach Hause mit der Aufschrift „Aus Indien grüßt das Ehepaar Wagner“. Als er ein halbes Jahr später bei seinen Eltern in Emden in der Klunderburgstraße alleine vor der Tür stand, fragte seine Mutter ihn, wo denn seine nette Frau sei. Rainer darauf: „Die schleppt wahrscheinlich die Koffer hoch“! Seine Muter ist darüber total entsetzt und rennt die Treppe runter auf die Straße. Da ist aber keine nette Inderin zu sehen. Rainer daraufhin: „Ja, dann ist sie wohl abgehauen“!. So kann es gehen, wenn man die Frauen schlecht behandelt, mein lieber Rainer.

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Das „Ehepaar“ Wagner

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 Alle Fotos © Rainer Wagner

Das kleine maritime Museum ist ganzjährig am Do + Fr + Sa von 10:00 bis 13:00 Uhr für Sie da.

Diese Fotografie wurde uns von einem Besucher zur Verfügung gestellt.

Die „Freunde der Seefahrt“

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