Die „Freunde der Seefahrt“ fuhren nach Lelystad

Am 26.04. 2017 pünktlich um 08.00 ging die Reise los. 37 Seefahrtsfreunde machten sich mit dem Bus auf nach Lelystad in Holland in der Provinz Flevoland, um dort die Bataviawerft zu besuchen. Das Wetter spielte mit und nach ca. 3 Stunden angenehmer Busfahrt erreichten die „FdS“ ihr Ziel.
Hier erwartete sie etwas ganz Besonderes: Eine Werft, auf der ein Ostindienfahrer aus dem 17. Jahrhdt., die „BATAVIA“, originalgetreu mit den handwerklichen Mitteln und Methoden der damaligen Zeit nachgebaut wurde, und ein ähnliches Schiff, „DE 7 PROVINCIËN“, welches noch im Spantenriss an Land lag.
Ein Filmvortrag über die Geschichte der „BATAVIA“ ermöglichte den Einstieg in das Thema. Es bildeten sich kleine Gruppen und man erkundete die Werft und die Schiffe auf eigene Faust.
Es gab viel zu sehen, die Segelmacherei, die Schnitzwerkstatt, die Schmiede, die Block- und Seilmacherei, die Modellwerft und eben die Schiffe selbst boten den „FdS“ Einiges zum Sehen und Staunen. Um 16:00 wurde die Rückreise angetreten, die sehr entspannt verlief, wohl auch weil genügend „Wegzehrung“ mit an Bord war. Um 19:00 waren die „FdS“ wieder in Emden. Sie hatten einen schönen Tag verbracht und dafür danken sie dem Sponsoren, der ihnen diese Reise ermöglicht hat.

37 „Freunde der Seefahrt“ gingen auf die Reise

 

Die Batavia

 

 

Die Segelmacherei

Die Schnitzwerkstatt

Die Schmiede

Die Seil – und Blockmacherei

Die Modellwerkstatt

© alle Bilder Peter Nauschütt

 

„Rudi“ Stomberg ist am 05.04. 2018 gestorben !

Rudi Stomberg + 05.06.2018

Rudi erkrankte im letzten Jahr an Krebs. Lange Zeit sah es so aus, als könne er die Krankheit besiegen, doch in den letzten Monaten wurde Rudi immer schwächer, bis er schließlich den Kampf doch noch verlor. Bis zuletzt war Rudi immer noch den „Freunden der Seefahrt“ verbunden und nahm – so gut er konnte – regen Anteil am Vereinleben. Mannfred Uphoff musste ihm bei seinen Besuchen stets Bericht erstatten. Rudi war bis zuletzt als Beisitzer im Vorstand des Museumsvereins tätig. Es kümmerte sich um die Verteilung der Vereinspost und, gemeinsam mit seiner Ehefrau Waltraud, um die Geburtstagsgrüße für die Mitglieder. Das besondere daran war, dass er dem Verein viel Geld einsparte, indem er die Post, die in Emden und Umgebung zuzustellen war, persönlich vorbeibrachte und zwar per pedes – also zu Fuß! Rudi hat dabei viele Kilometer zurückgelegt und war überall im Stadtgebiet Emdens zu sehen, wie er unermüdlich in Sachen „Freunde der Seefahrt“ unterwegs war. Er wird uns nicht nur deswegen fehlen!

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